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Die gängigen Farben

Dispersionsfarbe
Strukturdispersionsfarbe
"Feste Farbe" (Nichttropfende bzw. tropfgehemmte Farbe)
Lack
Acryllack
Polyesterlack
Polyurethanlack
Kunstharzlack
Heizkörperlack
Ventilationslack oder Fensterlack

Dispersionsfarbe

Dispersionsfarbe ist wohl die am häufigsten verwendete Wand- und Deckenfarbe. Sie läßt sich mit Wasser verdünnen, trocknet sehr schnell und ist dann nahezu geruchlose. Die Farbe läßt sich im feuchten Zustand mühelos mit Wasser und Seife entfernen. Dispersionsfarbe haftet auf fast allen Untergründen gut. Man sollte jedoch beachten, daß sich beim Streichen von Tapeten mit dieser Art Farbe durch das darin enthaltene Wasser die Tapeten eventuell von der Wand lösen können. Also nicht zu dick auftragen. Dispersionsfarbe kann mit fast jeder anderen Farbe überstrichen werden.

Strukturdispersionsfarbe

Strukturdispersionsfarbe wird in allen möglichen Variationen im Handel angeboten. Sie bildet eine dicke Farbschicht, die dann z. B. mit einer speziellen Walze, dem Spachtel, einem Pinsel oder einer Bürste strukturiert werden kann. Der eigenen Phantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt.

Die "Struktur" in dieser Art Farbe wird durch den Zusatz von Glimmersand oder pulverisiertem Gestein erreicht. Ein Nachteil des Anstrichs mit Strukturdispersion ist, daß das nachträgliche Überstreichen recht schwierig ist und der Farbverbrauch um ca. 25 % höher liegt als bei einer entsprechenden glatten Fläche.

"Feste Farbe" (Nichttropfende bzw. tropfgehemmte Farbe)

Wie der Name schon sagt, ist diese Art Farbe von sehr dickflüssiger bzw. gallertartiger Konsistenz. Feste Farbe tropft nicht vom Pinsel oder der Rolle und spritzt daher auch nicht bei der Verarbeitung. Daher ist sie besonders für das Streichen von Decken geeignet.

Diese Farben sollten vor der Verarbeitung weder gerührt noch geschüttelt werden. Die Verwendung von speziellen Farbrollern wird empfohlen.

Neben den oben angeführten "Farbsorten" gibt es natürlich noch eine ganze Reihe anderer Anstrichmittel, wie z. B. Metallfarben, feuerhemmende Farben, "flüssige Rauhfaser" usw., die wir an dieser Stelle jedoch nicht alle beschreiben können. Natürlich ist es ferner möglich, alle Arten von weißer Farbe nach Belieben abzutönen. Abtönfarben gibt es in allen Nuancen, so daß jeder seine Farbwünsche in die Tat umsetzen kann. Wer Bedenken hat, den richtigen Farbton auf Anhieb zu treffen, findet in den meisten Heimwerkermärkten bereits fertig abgetönte Farben, die sofort verarbeitet werden können.


Lack

Acryllack (PEL-Lack)

Lösungsmittel ist Wasser. Deshalb nennt man diesen Lack auch oft "Wasserlack". Für Heimwerker ist Acryllack ein idealer Werkstoff, weil er sich leicht verarbeiten läßt und das Werkzeug mit Wasser problemlos gereinigt werden kann. Nachdem sich das Lösungsmittel beim Trocknungsvorgang verflüchtigt hat, ist der Lack wisch- und abwaschfest, witterungsbeständig und unverseifbar, d. h. alkalibeständig. Sie können ihn auf Metallen, Holz, Tapeten, Hart-PVC, Leichtbeton, Mauerwerk, Putz, Gips und anderen Untergründen auftragen, und zwar innen wie außen. Wenn Sie den Lack mit dem Pinsel auftragen, wird die Lackoberfläche glatt. Wenn Sie ihn mit der Rolle verarbeiten, bekommt die Oberfläche einen Ledernarbeneffekt. Acryllack trocknet schnell, nach 20 Minuten ist er staubtrocken. Nach 2 - 3 Stunden die zweite Schicht auftragen.

Polyesterlack

Eine Lösung aus ungesättigtem Polyester, die mit Härter reagiert. Beide Teile werden kurz vor der Verarbeitung gemischt. Die Tropfzeit ist äußerst kurz. Tragen Sie diesen Lack entweder im Gieß- oder im Spritzverfahren auf. Wichtig: Die Raumtemperatur sollte zwischen 20 und 24° C liegen. Lack- und Holzoberflächen sollten außerdem die gleiche Temperatur haben. Auf die Grundierung können Sie bei diesem Lack verzichten. Achtung: Manche Hölzer vertragen sich nicht mit Polyesterlack. Ihre Inhaltsstoffe zerstören den Lack. In diesem Fall ist eine zweimalige Grundierung mit Poyurethanlack notwendig. Da PEL-Lack die Holzporen füllt, ähnelt er fast einer Kunststoffbeschichtung. Der durchgehärtete Lack ist nicht wieder löslich, sehr abriebfest und widerstandsfähig. Beachten Sie unbedingt bei der Verarbeitung von PEL-Lacken: Polyesterlacke können die Gesundheit schädigen, wenn sie auf die Schleimhäute oder ihre Dämpfe in die Atmungsorgane geraten. Sorgen Sie deshalb bei Lackierungsarbeiten immer für ausreichende Entlüftung oder entsprechende Absaugung. Wenn Härter auf die Haut gerät, muß er sofort mit Wasser und Seife entfernt werden. Härter, die ins Auge gelangen, können eine Beeinträchtigung der Sehkraft bis hin zum Verlust bedeuten.

Polyurethanlack (PUR-Lack,DD-Lack)

Reaktionslacke und bestehen aus zwei Komponenten, die kurz vor ihrer Verarbeitung in einem bestimmten Verhältnis miteinander gemischt werden.

Wenn die beiden Lösungen einmal zusammengeschüttet worden sind, muß der Lack innerhalb weniger Stunden gänzlich verarbeitet werden, ehe er durchhärtet. 50 %iger PUR-Lack gilt als ausgezeichnete Grundierung. Sie sollten ihn jedoch nur mit einer Spezialverdünnung verdünnen. Polyurethanlack können Sie überall da einsetzen, wo es auf besondere Härte, Abrieb-, Wasser und Chemikalienfestigkeit ankommt. Bei normaler Beanspruchung sollten Sie dagegen bis zu drei Schichten auftragen. PUR-Lacke sind nicht wasserdampfdurchlässig; sie eignen sich nicht für den Außenbereich.

Kunstharzlack

Kunstharzlack ist der am häufigsten verwendete Lack, in der Regel handelt es sich dabei um Alkydharzlacke, die meistens mit einem Öl (z. B. Leinöl, Tungöl, Rizinusöl usw.) "modifiziert" sind. Ihre spezifischen Eigenschaften: Bedingt resistent gegen chemische Einflüsse, wetter-, stoß-, schlagfest und elastisch. Kunstharzlacke gibt es farbig, klar, matt oder hochglänzend. Sie können damit innen wie außen arbeiten, sie als Fensterlack ebenso einsetzen wie als

Heizkörperlack

Nitrozellulose- oder Nitrolacke (Kurzform: NC-Lacke) werden überwiegend beim Möbelbau eingesetzt, z. B. wenn Innenflächen von Schränken oder Türen lackiert werden sollen.

Heizkörperlacke werden solche Kunstharz-(Alkyd-)Lacke genannt, die bis zu 120° C vergilbungsbeständig sind und schnell wechselnde Temperaturen aushalten, ohne weich zu werden oder abzuplatzen. Ofenrohre dürfen nicht mit Heizkörperfarbe gestrichen werden, weil die Lackschicht durch die wesentlich höheren Temperaturen zerstört werden würde. Wenn Sie Ihre Ofenrohre behandeln wollen, nehmen Sie dafür Silber- oder Goldbronze oder speziellen Ofenrohrlack.

Ventilationslack oder Fensterlack

Bezeichnung für feuchtigkeitsregulierend wirkende Lacksorten. Ventilationslacke eignen sich besonders gut für Fensteranstriche, und zwar sowohl außen wie innen.